1978 kam während eines
großen Reit- und Springturniers in England ein Hundeausbilder namens Warley auf
die Idee, eine lange Pause zu füllen, indem er zur Unterhaltung der Zuschauer
einen Hindernisparcours für Hunde entwarf. Manche sagen auch: Es ist wie
Springreiten, nur dass wir nicht auf unseren Hunden sitzen. Erlernen und an
Turnieren teilnehmen kann grundsätzlich jeder Hund, egal welche Rasse oder wie
groß er ist, wobei es sicherlich Rassen gibt, die besonders geeignet sind
.Wichtig ist natürlich, dass Ihr Hund gesund ist. Hunde, die zu Hüftproblemen
neigen oder aufgrund ihres ureigenen Körpergewichtes Probleme haben (selten
sieht man z.B. Rottweiler), sollte man nicht im Agility-Sport führen. Aus
diesem Grund wird vorab eine Untersuchung empfohlen, um festzustellen, ob der
Hund für diesen Sport körperlich die Voraussetzungen mitbringt. Wer an
Turnieren teilnehmen will, benötigt zudem den Nachweis über eine erfolgreich
abgeschlossene Begleithundeprüfung A.
Agility ist ein
Geschicklichkeitslauf, in dem der Hundeführer seinen Hund ohne Halsband, nur
mit der Stimme und mit Körpersprache durch einen Parcours mit ca. 20
Hindernissen führt. Hierfür braucht es Zeit, um dies zu erlernen und
viel Vertrauen zwischen Hundeführer und Hund. Fangen Sie mit Ihrem Hund so früh
wie möglich spielerisch an, ihn an Hindernisse zu gewöhnen. Wobei Minis (Hunde
bis 40 cm Schulterhöhe) bis 12 Monate und Maxis (Hunde ab 40 cm Schulterhöhe)
sogar bis zum 15-18 Monat NICHT
springen dürfen, weil das Wachstum noch nicht abgeschlossen ist und es deshalb
zu gesundheitlichen Schäden kommen kann. Bei Minis wird eine maximale Sprunghöhe
von 30 bis 40 cm zugrunde gelegt, bei den Maxis sind es zwischen 55 und 65 cm.
Folgende Hindernisse
gibt es: Hürde, Reifen, Weitsprung, Mauer, Schrägwand,
Wippe, Laufsteg, Slalom, Tisch, fester Tunnel, Sacktunnel.
Regeln:
Eine heruntergeworfene Stange bedeutet 5
Fehlerpunkte. Ein Hindernis in der verkehrten Reihenfolge genommen führt zur
sofortigen Disqualifikation. (Das geht ziemlich schnell....). Drei
Verweigerungen bedeuten ebenfalls den Ausschluss. Außerdem ist das vorzeitige
Verlassen eines Kontaktzonengerätes fehlerhaft. z.B. überspringt der Hund die
Kontaktzone.
Bei allen Kontaktzonengeräten muss mindestens eine Pfote des Hundes den unteren
markierten Bereich berühren. Dies gilt sowohl beim Aufstieg wie auch beim
Abstieg. Zeit spielt eine Rolle. Wer die festgelegte Standardzeit überschreitet,
bekommt Zeitfehler dazugerechnet. ....und: Ihr dürft Euren Hund nicht
berühren.
In diesem Link ist das Reglement
nach FCI und VdH erklärt.
Die entsprechenden Hindernisse
sind hier erklärt.
Und einen ersten Eindruck
(Animation) wie das Ganze dann aussieht bekommt man hier (dauert ein bisschen
bis das geladen ist ...).